Studio Clash — United in Strangeness

Studio Piet lanciert Studio Clash! Gemeinsam mit den Kreativen Hans-Jörg Walter und David Herrmann. Seit Jahren im Kopf, endich da: Das Experiment einer temporären Designagentur «Studio Clash» mit Geflüchtete und Migrantinnen in Basel – aus aller Welt. Jetzt sucht das Studio interessierte MitarbeiterInnen, die in den Herkunftsländern schon in der Kreativwirtschaft gearbeitet haben. Wir sind gespannt auf November. Dann geht es los in der Stadtwerkstatt Basel! Bis dahin suchen wir viel Hilfe, Unterstützung und Mitarbeiter.

Am Anfang war ein iranischer Taxifahrer, der Jan Knopp in Basel zu seinem Ziel brachte und ihm dabei erzählte, früher, in Teheran habe er eine Werbeagentur geführt. Knopp, selbst Designer, fragte sich und seine Freunde: Wo sind die Kreativen unter den Migrantinnen und Migranten? Und was passiert, wenn sie hier in ihrem angestammten Beruf arbeiten – weit weg vom ursprünglichen Kontext, dem vertrauten Umfeld und Sprache?

Projektinitiatoren von «Studio Clash», (v.l.n.r.) Hans-jörg Walter, David Herrmann, Jan Knopp.

Aus dem Clash entsteht Neues
Mit «Studio Clash» wagen die Basler Jan Knopp (Designer), Hans-Jörg Walter (Fotograf) und David Herrmann (Texter) den Versuch, Antworten auf diese Fragen zu finden. Während einem Monat arbeiten zwölf ausgewählte Kreative aus allen möglichen Berufsgruppen zusammen und suchen Wege, um im hiesigen Markt aktiv zu werden. Im vollen Bewusstsein darum, dass es zu (design-)sprachlichen Missverständnissen und interkulturellen Auseinandersetzungen kommen wird. Aus diesem «clash of design culture» sollen neue Herangehensweisen, Erkenntnisse, Start Ups oder Formate entstehen. Es geht ausdrücklich nicht darum, mit «Studio Clash» das Schweizer Design-Verständnis den Kreativen überzustülpen noch kritikfrei wahllos irgendwas zu gestalten. Es geht um die gemeinsame Auseinandersetzung und Reibung am Fremden. «Studio Clash» ist politisch unabhängig, versuchsweise neutral und unbedingt konfessionslos. «Wir stehen ein für ein respektvolles Miteinander und verteidigen diese Haltung kompromisslos.», so David Herrmann.

Bewerbungen willkommen
Interessierte aus allen kreativen Branchen oder Wirkungsstätten können sich bewerben: Von Kalligraphie, audiovisueller Gestalterung, Beratung, Text, Grafik, Fotografie über Coding, Strategie, Webdesign, Film, Mode, Illustration, 3D, Szenografie, Stadtenwicklung oder Architektur. Ab sofort können sich alle mit ihrem «Dossier» bewerben. «Wir suchen offene, neugierige und tolerante Persönlichkeiten, die Lust auf dieses Experiment haben.» beschreiben die drei Initianten das Profil der Teilnehmenden. «Wir bieten keinen Job, sondern vor allem Erkenntnisse über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten und natürlich auch den Austausch mit der hiesigen Szene und eine Bühne für die eigenen Fähigkeiten.» bringt es Hans-Jörg Walter auf den Punkt.

Bewerbungsverfahren
Unter allen Bewerbungen werden die zwölf passendsten von einem Gremium ausgewählt. Dazu gehören Güvengül Köz, Natalie Maya Nonaka, David Herrmann, Felix Michel, Hans-Jörg Walter und Jan Knopp.

Mehr Infos unter:
Stadtwerkstatt Basel, zHd Studio Clash, Schanzenstrasse 11, 4056 Basel
clash@studiopiet.com

Mehr Infos zur Ausschreibung finden Sie unter:
https://www.stadtwerkstatt-basel.ch/ausschreibung/ ‎